Eine kurze Durchlaufzeit bis zum fertigen Serienwerkzeug ist heutzutage zum Wichtigsten im Werkzeugbau geworden. Wir nutzen hier die aktuellen Softwaremöglichkeiten und ermitteln durch den Einsatz von Umformsimulationen die optimalen Abläufe. In die Werkzeugaktivteile wird so beispielsweise die Rückfederung bereits im Vorfeld eingearbeitet. Lästige Korrekturen bis zum fertigen Bauteil werden dadurch minimiert.

Für die mechanische Bearbeitung werden alle Einzelteile des Werkzeuges in unserer hauseigenen Fertigung hergestellt und komplett für die Montage vorbereitet. Unsere erfahrenen Werkzeugbauer stimmen alle Einzelteile aufeinander ab und montieren die Werkzeuge. Auf den hauseigenen Erprobungspressen werden sämtliche Werkzeuge getestet, optimiert und nach Freigabe durch unsere Qualitätssicherung fertiggestellt.

Werkzeugmechaniker bei Erprobung eines Stanzwerkzeuges

Erprobung eines Folgeverbundwerkzeuges

Werkzeugbau mit Probierpressen

Erprobungshalle des Werkzeugbaus mit 2 Probierpressen

Folgeverbundwerkzeug

Folgeverbundwerkzeug

Das Leistungsspektrum unseres Werkzeugbaus in der Übersicht

Folgeverbundwerkzeuge

Wenn große Stückzahlen erforderlich sind und die Bauteilkosten so gering wie möglich gehalten werden sollen, ist ein Folgeverbundwerkzeug die beste Wahl. Diese Bauart ist meist sehr komplex und muss alle Faktoren berücksichtigen um die gewünschte Qualität zu erzielen. Diese Faktoren können unter anderem die korrekte Positionierung vom Blechstreifen, die mögliche Deformation des Blechabfalles sowie die genaue Positionierung der Bauteils in jeder Station sein. Ein Folgeverbundwerkzeug besteht aus mehreren Stationen, welche entweder zugleich oder nacheinander Schneid- oder Umformvorgänge ausführen. Durch das Werkzeug verläuft der Blechstreifen, aus dem nach dem Durchlauf ein fertiges Bauteil entsteht. Dieser Blechstreifen ist meist mittels Positionierelementen fixiert. Dadurch wird die genaue Ausführung aller Stationen zueinander sichergestellt und ein Bauteil nach Vorgabe gewährleistet. Am Werkzeugende sorgt ein Schneidstempel für die Abfalltrennung vom hergestellten Bauteil. Die Hauptvorteile eines Folgeverbundwerkzeug sind zum einen hohe Produktivität und eine deutliche Kostenreduktion bei hohen Stückzahlen. Ob ein Stanz- und Biegeteil mit einem Folgeverbundwerkzeug oder einem Transferwerkzeug hergestellt werden soll, hängt zum einen von der Komplexität des Bauteils ab, zum anderen auch von der Größe und der zu produzierenden Stückzahl.
Folgeverbundwerkzeug / Stanzwerkzeug
Detailansicht Transferwerkzeug

Transferwerkzeuge

Wenn es großer Blechteile mit umfangreicher Form bedarf, ist ein Transferwerkzeug wohl die bessere Variante. Diese Werkzeugart besteht aus separaten Stationen, welche einzeln oder gemeinsam produzieren können. Hier gibt es aber keinen Blechstreifen, sondern einzelne Platinen, welche mittels Greifern und einer mit der Presse gekoppelten Transfereinrichtung von Station zu Station befördert werden. Die Transferbauweise wird meist dann eingesetzt, wenn Bauteile zu komplex sind und sich nicht in einem Blechstreifen realisieren lassen. Bei Bauteilen mit bis zu 100% Glattschnittanteil, ist es erforderlich auf ein Feinschneidwerkzeug zu setzen.

Feinschneidwerkzeuge

Im Gegensatz zum normalen Stanzen wird in einem Feinschneidwerkzeug die Platine oder der Blechstreifen mittels einer Ringzacke festgehalten. Erst danach stanzt der Schneidstempel in das Blech. Durch den wesentlich kleineren Schneidspalt wird ein zylindrischer Schnittanteil von bis zu 100% erreicht. Das verringert notwendige maschinelle Nacharbeiten und lässt folglich auch die Fertigungskosten senken. Es wird zudem eine hohe Oberflächengüte über die gesamte Schneidkontur erreicht. Das Feinschneiden benötigt im Vergleich zum herkömmlichen Schneiden eine dreifachwirkende Presse, welche sich durch eine besonders hohe Führungsgenauigkeit des Stößels und durch einen steifen Pressenrahmen auszeichnet.
Detailansicht eines Feinschneidwerkzeuges
Werkzeugsatz Detailansicht

Werkzeugsätze für mehrlagige Teile

Wenn beispielsweise Abschirmbleche mit einer inneliegenden Dämmschicht hergestellt werden sollen, kommen Werkzeugsätze für mehrlagige Teile zum Einsatz. Diese Sätze bestehen aus mehreren einzelnen Werkzeugen und besitzen alle eine separate Aufgabe. Zum einen das benötigte Platinenschnittwerkzeug zum schneiden der Außenlagenplatinen. Zum anderen ein Bördelwerkzeug zum Fügen der Außenlagenplatinen mit der zwischenliegenden Dämmschicht sowie ein Umformwerkzeug, beispielsweise ein Transferwerkzeug. Alle Werkzeuge haben jeweils ihre Führungs- und Positionierelemente zur sicheren Weiterbearbeitung nach jedem Schritt. Dadurch entstehen auch spezielle Bauteile prozesssicher und mit hoher Qualität.

Schneid- und Lochwerkzeuge / Gesamtschneidwerkzeuge

Bei Bauteilen ohne eine benötigte Umformung reicht oftmals ein Schneid- und Lochwerkzeug, welches im Gesamtschnittverfahren das Bauteil in einem Hub komplett herstellt.
Wenn die Schnittkraft allerdings dabei zu hoch wäre, kann der Schneidvorgang auf mehrere Stationen unterteilt werden.
Feinschneidteil
Prototypenwerkzeug

Vorrichtungsbau, Hilfs- und Prototypenwerkzeuge

Wenn es mal schnell und einfach gehen soll, sind Vorrichtungen oder Hilfs- und Prototypenwerkzeuge die beste Wahl. Es können einzelne Umformprozesse oder Schnittvorgänge zügig
und kostengünstig, beispielsweise zur Erprobung von Bauteilen, hergestellt werden. Schauen Sie auch mal in unsere Firmenpräsentation. Dort finden Sie Beispiele an bereits von uns gefertigten Vorrichtungen, Hilfs- und Prototypenwerkzeugen.

Falls Sie Fragen oder Wünsche haben, zögern Sie nicht uns anzusprechen. Schicken Sie uns einfach eine Mail, oder rufen Sie uns während unserer Geschäftszeiten unter 03722 6316-0 an. Wir freuen uns auf Sie. Hier gehts zur Kontaktseite.